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Yoast SEO Tutorial: So richtest du das WordPress Plugin richtig ein

Yoast SEO zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Plugins, um deine WordPress Website für Suchmaschinen zu optimieren. Ich zeige dir heute alle wichtigen Einstellungen von Yoast SEO, von den allgemeinen Settings bis zur Optimierung von einzelnen Webseiten und Beiträge. Los geht’s.

Inhalt

  1. Das größte SEO Missverständnis
  2. Was ist Yoast SEO und was kann das Plugin?
  3. Installation und Setup
    1. Der Konfigurationsassistent
    2. Allgemeine Einstellungen & XML Sitemap
    3. Darstellung in der Suche
    4. Social
    5. Werkzeuge
  4. Mit Yoast SEO Seiten und Blogbeiträge optimieren
    1. Fokus Keyword & ein Irrglaube
    2. Google Vorschau & Metabeschreibung
  5. Fazit

1. Das größte SEO Missverständnis

Bevor wir Yoast SEO Premium für deine Website einrichten, möchte ich noch schnell mit einem der größten SEO Missverständnisse aufräumen: Es genügt nicht, ein SEO Plugin zu installieren, damit die Website SEO optimiert ist.

Diesem Irrglauben bin ich in meinen Anfängen übrigens auch aufgesessen. Für mich war es damals fast schon wie ein Spiel, die Yoast SEO Ampel auf Grün zu bekommen. Als ich mich dann wirklich mit SEO auseinandergesetzt habe, durfte ich feststellen, dass ein Plugin wie Yoast SEO zwar eine wichtige, aber längst nicht die einzige Stellschraube ist, um das Ranking zu verbessern … und dass es Google egal ist, welches Fokus Keyword du bei Yoast eingibst (mehr dazu in 4.1 Fokus Keyphrase).

Deine Sichtbarkeit bei Google wird tatsächlich von ganz vielen Faktoren beeinflusst, u.a. auch von der Ladegeschwindigkeit deiner Website, der Größe deiner Bilddateien, ob sich Besucher:innen gut auf deiner Website zurecht finden (User Signals), ob deine Keywords die Suchintention deiner Kund:innen tatsächlich treffen usw.

Ein Plugin wie Yoast SEO ist also keine Wunderkur, die dich auf Platz 1 der Google Suche katapultiert. Sieh es also bitte als ein Werkzeug, Google noch genauer zu sagen, welche Inhalte für deine Kund:innen wichtig sind.

2. Was ist Yoast SEO und was kann das Plugin?

Yoast SEO gibt es einmal in der kostenlosen und in der kostenpflichtigen Abo-Version. Die Premium Version von Yoast empfehle ich meinen Kund:innen immer dann, wenn sie regelmäßig neue Inhalte auf ihrer Website teilen, beispielsweise in einem Blog oder Shop.

Grundsätzlich analysiert Yoast SEO deine Website samt Inhalten und macht Optimierungsvorschläge. Dabei wird untersucht, wie lang oder gut lesbar deine Texte sind, wie häufig du das sogenannte Fokus Keyphrase – also dein wichtigstes Keyword – verwendest, ob es in der URL auftaucht, ob Bilder mit alt-Text, interne und externe Links enthalten sind usw. Das alles ist Teil deiner sogenannten Onpage Optimierung.

Das Plugin hilft dir aber auch dabei, die Metabeschreibung deiner Seite anzupassen. Damit ist der kleine Textauszug gemeint, der als Suchergebnis bei Google angezeigt wird. Hier kannst du den Mehrwert deines Posts in 1-2 knackigen Sätzen beschreiben. Denn die Metabeschreibung ist tatsächlich mal nicht für die Maschinen, sondern die Menschen gedacht: Sie soll neugierig machen, überhaupt auf den Link in den Suchergebnissen zu klicken.

Über Yoast SEO kannst du auch auf deine XML Sitemap zugreifen, die du für die Registrierung deiner Website in der Google Search Console brauchst. Dort muss deine Website registriert sein, damit sie überhaupt in die Google Suchergebnisse aufgenommen wird. Die XMl Sitemap funktioniert hier wie eine Landkarte zur Orientierung für die Google Bots, die deine Seite durchsuchen und indexieren.

Du siehst, das Plugin kann schon eine ganze Menge. Damit du es korrekt einrichten kannst und verstehst, wie es funktioniert, arbeiten wir uns jetzt Schritt für Schritt durch die Funktionen.

3. Installation und Setup von Yoast SEO

Um die kostenlose Version zu installieren, klickst du im Backend deiner WordPress Website einfach auf Plugins > Installieren und gibst „Yoast SEO“ in der Suche ein. Nach der Installation musst du es nur noch aktivieren und schon bist du startklar. In der Seitenleiste links und oben links in der Navigation sollte nun das Yoast Symbol auftauchen.

Wenn du dich für die kostenpflichtige Version entscheidest, kannst du über die Website von Yoast eine Lizenz erwerben, deine Seite verknüpfen und dir das Premium Plugin herunterladen, um es unter Plugins > Installieren > Plugin hochladen hinzuzufügen.

3.1. Der Konfigurationsassistent

Über Yoast SEO oben in der Menü Leiste kannst du den Konfigurationsassistenten starten. Ich mache dir hier nur von den wichtigen Einstellungen Screenshots, da Vieles in der Auswahl selbsterklärend ist. Unter Schritt 1: Umgebung wählst du aus, ob deine Seite bereits live ist und indiziert werden soll oder nicht. Wenn du beispielsweise an einem Relaunch arbeitest und den Website Aufbau auf einer Testumgebung vornimmst, kannst du hier Option 2 „nicht indizieren“ auswählen. Du kannst die Einstellung jederzeit ändern, indem du beispielsweise den Assistenten noch einmal startest. Unter Seitentyp wählst du aus, was deine Seite repräsentiert: Blog, Unternehmen, Onlineshop usw.

Jetzt wird es spannend. Denn Google legt immer mehr Wert auf Markenbildung, weshalb ich dir empfehle, bei „Organisation oder Person“ die Organisation auszuwählen und Yoast SEO mit allen wichtigen Daten und Links zu füttern. (Natürlich nur dann, wenn es sich bei deiner Website um eine Unternehmenswebsite handelt.)

Nun fragt dich Yoast SEO nach Inhaltstypen, die in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen. Seiten, Beiträge und Produkte sollten immer angezeigt werden. Da meine Website mit Elementor gebaut ist, werden mir auch Templates angezeigt (also Templates, die ich mit Elementor baue). Die sollen natürlich nicht in der Google Suche auftauchen, genauso wenig wie meine Portfolio Seiten. So konzentrieren sich die Bots direkt auf die wichtigsten Inhalte meiner Website.

Nun kannst du noch auswählen, ob du deine Seite mehrere Autor:innen haben wird und welches Trennzeichen in der Anzeige der Suchergebnisse verwendet werden soll.

Bei der Abfrage, ob Yoast SEO Daten sammeln darf, was die Nutzung des Plugins betrifft, empfehle ich dir „Nein“ auszuwählen, mit Blick auf den Datenschutz und die DSGVO.

Du kannst entscheiden, ob du dich in Schritt 8 für den Newsletter anmelden und Trainings anschauen möchtest. Schritt 9 sagt dir einfach nur, dass die Einrichtung erfolgreich war und du kannst den Konfigurationsassistenten nun schließen.

3.2. Allgemeine Einstellungen & XML Sitemap

Über den Reiter Funktionen werden dir die Einstellungen von Yoast SEO angezeigt. Die Lesbarkeitsanalyse und den Linkzähler schalte ich grundsätzlich aus, weil sie nur unnötige Ressourcen verbrauchen. Spannender wird es da schon bei der XML Sitemap, der Landkarte (falls du dich an Abschnitt 2 erinnerst). Wenn ich Websites bei der Google Search Console registriere, verwende ich immer die XML Sitemap von Yoast, weil sie nur die Inhalte enthält, die wir vorher bei der Einrichtung des Plugins definiert haben. Seiten, die wir beispielsweise auf noindex stellen, erscheinen dann auch nicht in den Suchergebnissen. Praktisch!

Auf die XML Sitemap kannst du übrigens zugreifen, wenn du auf das kleine Fragezeichen neben dem Button klickst. Dort findest du – zugegeben ziemlich versteckt für meinen Geschmack – den Link zu deiner XML Sitemap.

Die noch verbleibenden Punkte, Adminbar-Menü, Nutzungstracking (nicht cool wegen der DSGVO), Rest-API und Slack-Sharing kannst du ausschalten. (Bei Slack Sharing geht es tatsächlich einfach nur um das bessere Teilen der Inhalte auf der Plattform Slack.)

Achte bitte darauf, dass du deine Änderungen immer speicherst, bevor du in einen neuen Reiter wechselst.

Übrig bleiben jetzt noch die Integrationen und die Webmaster Tools. Ich selbst habe bei den Integrationen nichts aktiviert, da ich andere SEO Tools wie den Keyword Finder von Mangools oder Neil Patels Ubersuggest nutze. Angenommen du würdest SemRush oder Ryte oder ein anderes Tool nutzen, dann könntest du sie über Integrationen verknüpfen.

Über die Webmaster Tools kannst du deine Website beispielsweise bei der Google Search Console verifizieren lassen und den Verifizierungscode dort eingeben. Folge dazu einfach den hinterlegten Links. Wenn deine Website bereits verifiziert ist, kannst du diesen Schritt überspringen.

3.3. Darstellung in der Suche – Yoast SEO

Über die Darstellung in der Suche kannst du das Suchergebnis deiner Seiten einstellen. Hier kannst du über den Reiter „Allgemein“ auch noch einmal die Einstellungen anpassen, die wir vorher im Konfigurationsassistenten festgelegt haben. Nochmal zur Erinnerung: Wenn du eine Unternehmenswebsite hast oder mit deinem Blog Geld verdienen möchtest, empfehle ich dir „Organisation“ anstatt „Person“ auszuwählen und die entsprechenden Inhalte einzutragen, damit Google dich bei deiner Markenbildung unterstützen kann.

3.3.1. Inhaltstypen

Über Inhaltstypen entscheidest du, wie Seiten, Beiträge oder Produkte in der Suche auftauchen. Du kannst also entscheiden, was in der sogenannten Metabeschreibung im Suchergebnis angezeigt wird.

Diese Einstellungen kannst du aber individuell pro Post und pro Seite einrichten (siehe Abschnitt XX.XX). Die Variable Title fügt den Titel des Posts oder der Seite ein. Separator ist das Trennzeichen, für das du dich unter Allgemeines entschieden hast und Site Title ist der Titel deiner Website insgesamt. Über „Insert Variable“ kannst du noch weitere Variablen hinzufügen. Auf der Website von Yoast findest du eine Liste verfügbarer Variablen und deren Erklärung.

Bei mir erscheinen aufgrund von Theme, Elementor und Onlineshop noch weitere Einstellungen. Wenn du ebenfalls Elementor nutzt, empfehle ich dir, die Templates und das Portfolio deines Themes auf „Aus“ zu stellen, damit es nicht in die Sitemap kommt. So sorgst du dafür, dass die Bots nur die wichtigen Seiten deiner Website untersuchen und ihr Crawl Budget nicht für unwichtige Seiten aufbrauchen.

Grundsätzlich bedeutet „Aktiv“: Ja, dieser Inhalt kommt in die Sitemap und bekommt einen Index-Tab. „Aus“ bedeutet, dass sämtliche dieser Inhalte nicht in die Sitemap kommen und von den Google Bots nicht durchsucht werden (noindex).

3.3.2. Medien

Unter dem Reiter Medien gibt es nur eine Einstellung, die du aktiv lassen solltest. Denn WordPress erzeugt automatisch für jedes Bild, das du hochlädst eine eigene Seite, die sogenannte Anhangs-URL. Auf der Seite ist nur das Bild und vielleicht noch der Titel dazu. Sie bieten keinerlei Mehrwert und sollten deshalb auch nicht von Google indexiert werden.

3.3.3. Taxonomien

Unter Taxonomien kannst du einstellen, ob deine Kategorien und Schlagworte auch indexiert werden sollen. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Ich möchte dir aber zeigen, welche Einstellungen ich nutze: Kategorien lasse ich immer indexieren, weil meine Beiträge an Kategorien geknüpft sind und die Kategorie Seiten so einen Index-Tab bekommen. Angenommen ich hätte 10 Beiträge zum Thema Webiste Aufbau in WordPress. Dann erscheinen diese Blogbeiträge auf der Kategorieseite und ich kann für diese Kategorieseite ranken. Die Blogbeiträge, die an den Kategorien hängen, werden aber auch indexiert, wenn du die Kategorien ausschaltest und die Kategorieseiten ein noindex bekommen. Wie du das einstellen möchtest, bleibt also dir überlassen.

Die Schlagworte direkt darunter stelle ich persönlich immer aus. Sie erzeugen – ähnlich wie eine Kategorie – einfach nur eine Übersichtsseite. Das empfinde ich als überflüssig. Du kannst Schlagworte für die Related Posts nutzen, damit „ähnliche Beiträge“ unter deinen Blogposts erscheinen. Aber die Schlagworte müssen nicht bei Google indexiert werden.

Die Kategorie URLs lasse ich ebenfalls aktiviert. Das bedeutet, dass ein Präfix vor der eigentlichen Kategorie angezeigt wird: www.deinedomain.de/category/wordpress-tutorials. /category/ ist hier der Präfix, den du an und ausschalten kannst.

Ich empfehle dir, ihn aktiv zu lassen und in deinen Allgemeinen Einstellungen die Kategorie-Basis in thema umzubenennen. Der Link würde dann so aussehen: www.deinedomain.de/thema/wordpress-tutorials. Das finde ich persönlich ganz nett, was die Orientierung der Websitebesucher:innen betrifft. Dazu gehst du in deinem Backend in der linken Navigation einfach auf Einstellungen > Permalinks und gibst unten bei Kategorie-Basis das Wort thema ein (Speichern nicht vergessen).

3.3.4. Archive

Ich empfehle dir, sämtliche Archive deaktiviert zu lassen (Autor, Datum, Spezielle Seiten). Diese Inhalte sind für Google bzw. für dein Ranking ziemlich sicher nicht relevant. Und alles, was nicht relevant ist, sollte besser auf noindex stehen, damit die Bots keine unsinnigen bzw. irrelevanten Seiten crawlen. Denk daran: Bots haben ein sogenanntes Crawl Budget. Eine Art Zeitlimit zum indexieren deiner Seite. Achte deshalb darauf, dass du Google keinen Datenmüll zum indexieren gibst, sondern nur Seiten erfasst werden, die relevant sind.

3.3.5. Breadcrumbs

Falls du dich gerade fragst: Was zur Hölle sind Breadcrumbs?, folgt hier eine kurze Erklärung. Breadcrumbs – Englisch für Brotkrumen – leitet sich tatsächlich von Hänsel und Gretel ab. Die beiden Kinder haben im Märchen Brotkrumen ausgelegt, um den Weg nach Hause zu finden. Ähnlich funktioniert das auch auf einer Website. Sie machen den Weg, den du auf einer Website geklickt hast, nachvollziehbar und ermöglichen es dir, zwischen den Hierarchieebenen zu springen. Beispielsweise Startseite > WordPress Tutorial > Plugins.

Ich füge meine Breadcrumbs bei Blogbeiträgen übrigens mit Shortcode im Gutenberg Editor ein, direkt unter dem Beitrags-Titel:

yoast-seo-wordpress-tutorial-shortcode-fuer-breadcrumbs-mit-gutenberg-editor-einfuegen

Wenn du mehr über Breadcrumbs wissen willst, kann ich dir einen tollen Breadcrumbs-Artikel im Wiki von Ryte empfehlen.

In den Einstellungen von Yoast SEO kannst du einstellen, wie deine Breadcrumbs angezeigt werden sollen. Sie sind allgemein empfehlenswert bei sehr komplexen Seiten mit vielen Unterseiten oder Blogbeiträgen, da sie Websitebesucher:innen die Navigation erleichtern. Entsprechend kannst du sie aktiviert lassen.

3.4. Social

Hier geht es wieder um das Thema Markenaufbau online. Über die Einstellungen Social > Konten kannst du sämtliche (hier verfügbaren) Online Marketing Kanäle eintragen, damit Google verstehen lernt, dass für dein Unternehmen beispielsweise auch Social Media Kanäle wie Instagram, Facebook oder Pinterest dazu gehören. Über den Reiter „Pinterest“ kannst du dein Pinterest Konto mit deiner Website verknüpfen, um dein Konto dort zu verifizieren.

Über den Reiter Facebook kannst du entscheiden, welches Bild standardmäßig anzeigt werden soll, falls der Inhalt, den du dort teilst, kein Bild enthält.

3.5. Werkzeuge

Unter Werkzeuge findest du die Möglichkeit, deine Yoast SEO Daten zu importieren oder zu exportieren. Bei einem Relaunch auf einer Testdomain kann das hilfreich sein, damit du nicht nochmal alles von vorne einrichten musst. Im Datei Editor kannst du Änderungen an deiner .htaccess und deiner robots.txt Datei vornehmen. Empfehlen kann ich dir das nicht, erst recht nicht, wenn du dich damit nicht gut auskennst. Zumal beide Dateien direkt über den FTP-Server bearbeitet werden können, was verlässlicher ist, als ein zusätzlicher Umweg über ein Plugin. Die Massenbearbeitung finde ich noch ganz spannend, auch wenn ich sie noch nie genutzt habe. Sie ermöglicht es dir, schnell viele Seiten- oder Post-Titel zu bearbeiten. Da du und ich aber die SEO Recherche gewissenhaft VOR der Erstellung von Inhalten und Seiten machen, brauchen wir die Massenbearbeitung nicht, stimmt’s? 🙂 Natürlich können Inhalte nachträglich SEO optimiert werden. Es ist jedoch immer schwierig, die passenden Keywords in einen existierenden Text zu rammen oder einen Permalink zu ändern, den Google bereits indexiert hat oder auf den von externen Quellen (Social Media, andere Websites usw.) verwiesen wird.

3.5.1. SEO Daten optimieren

Diese Funktion ist vermutlich Yoasts Antwort auf den Konkurrenten Rankmath mit Blick auf Leistung und Schnelligkeit, denn die Optimierung der SEO-Daten soll es einfacher machen die Metadaten einer Seite in einer einfachen Datenbankanfrage abrufen. Vor diesem Update waren es viele einzelne Anfragen. Indem alles in einer Datenbanktabelle gespeichert wird, sollen schnellere Seitenladevorgänge ermöglicht werden. Du kannst es einmal aktivieren. Auch Inhalte, die du nach der Optimierung erstellst, werden automatisch hinzugefügt.

4. Mit YOAST SEO Seiten und Blogbeiträge optimieren

Wenn du eine neue Seite oder einen neuen Blogbeitrag erstellst und den Gutenberg Editor nutzt, hast du direkt unter dem Beitrag und rechts in der Navigation die Einstellungsfelder von Yoast SEO. (Klicke dazu einfach rechts oben auf das Yoast Symbol, um dir bei Gutenberg die Funktionen anzeigen zu lassen.) Die Felder sind identisch. Solltest du also noch den Classic Editor verwenden, hast du rechts keine Eingabefelder, sondern nur die unter dem Beitrag. Wir gehen die Felder jetzt einmal Schritt für Schritt durch.

4.1. Fokus Keyphrase

Das Fokus Keyphrase bzw. Fokus Keyword ist dein Haupt-Keyword, auf das der Beitrag ranken soll. Mit diesem Keyword sagst du den Google Bots, worum es in deinem Beitrag geht.

Dein Fokus Keyword sollte vorkommen in

  • deinem Meta Title von Seite oder Beitrag,
  • der Meta-Beschreibung,
  • der H1 und den (meisten) H2 Überschriften von Seite oder Beitrag,
  • dem ersten Absatz von Seite oder Beitrag und immer wieder mal im Fließtext wenn es passend ist,
  • und den ALT-Attributen deiner Bilder (ALT-Text).

An dieser Stelle würde ich gerne wieder ein Missverständnis aufklären: Viele glauben, dass es für Google wichtig ist, was im Feld Fokus-Keyphrase eingetragen ist. Das stimmt nicht. Google ist das herzlich egal. Yoast SEO hilft dir lediglich dabei, den Beitrag oder die Seite zu prüfen und Optimierungsvorschläge zu machen. Das Keyword hier einzupflegen hilft also DIR, weil Yoast dir dann wiederum sagen kann, ob der Beitrag gut SEO optimiert ist oder nicht.

Denk bitte auch daran, dass es sich hier um einen Algorithmus handelt und beispielsweise auch „Pluspunkte“ für die Länge des Textes oder die Anzahl von Wörtern in einem Satz vergeben werden, was natürlich etwas an der Lesbarkeit macht, aber letztendlich nichts damit zutun hat, ob du für die richtigen Begriffe rankst: Dein Ziel sollte es also nicht sein, das Smiley grün zu bekommen, sondern deine SEO Recherche gründlich VORAB zu machen und dabei auf die entsprechenden Werte zu achten: Hohes Suchvolumen (wie häufig im Monat wird danach gesucht?), niedrige SEO Difficulty (wie oft verwendet die Konkurrenz das Keyword?) und der passende SERP-Pool (trifft das Keyword die Suchintention meiner Zielgruppe).

Yoast SEO gibt dir lediglich Anhaltspunkte, wie du den Beitrag optimieren kannst und sagt dir, ob du ein Keyword zu oft oder zu wenig verwendest und wo du es ggf. noch platzieren kannst. Es ist also eine Hilfestellung und nicht kriegsentscheidend. 😉

4.2. Google Vorschau (und die Social Vorschauen)

Hier wird es spannend: Denn hier wird dir angezeigt, wie deine Seite oder dein Blogbeitrag später als Google Suchergebnis mobil und auf dem Desktop aussehen. Ich empfehle dir, den Yoast SEO Titel und die Meta-Beschreibung selbst zu formulieren. Die Facebook- und Twitter Vorschau ermöglichen es dir jeweils noch einmal andere Titelbilder einzustellen. Braucht es meiner Meinung nach jetzt nicht unbedingt.

4.2.1 Der SEO Titel

Der SEO Titel darf von deinem Beitrags- oder Seitentitel abweichen, solange beide dein Fokus Keyword enthalten. Du kannst aber hier eine Variante eingeben, um deine Sichtbarkeit bei Suchanfragen zu verbessern. Stell dir vor, dein Beitrag heißt WordPress Elementor Tutorial. Dann kannst du als Synonym und sogenanntes Supporting Keyword im SEO Titel beispielsweise WordPress Elementor Anleitung eingeben. So deckst du das unterschiedliche Suchverhalten deiner Zielgruppe ab – denn nicht jede:r sucht mit den gleichen Begriffen nach etwas.

4.2.2. Die Meta-Beschreibung

Vielleicht räumen wir hier nochmal ein Missverständnis aus dem Weg: Die Metabeschreibung ist NICHT für die Maschinen gedacht, sondern für die Menschen. Betrachte sie also als kurzen Teaser Text, der Neugierde und Bedarf an deinem Angebot oder deinen Inhalten wecken soll. Auch wenn die Meta-Beschreibung automatisch generiert wird, empfehle ich dir, sie selbst zu schreiben. Klar, knackig und in Tweet-Länge auf den Punkt gebracht: WAS BEKOMME ICH HIER? So erhöhst du deine Chancen, das Menschen bei der Suche auf deine Seite oder deinen Beitrag klicken, wenn sie sich von der Meta-Beschreibung angesprochen fühlen (du erhöhst deine Click-Through-Rate // kurz CTR). Natürlich sollte in deiner Meta-Beschreibung das Fokus Keyword vorkommen. Google erfasst es und kennzeichnet es in der Desktop-Anzeige in Fettschrift. (siehe Screenshot)

4.3. Schema

Hier kannst du Google noch genauer sagen, um welchen Seiten- oder Beitragstypen es sich handelt. Bitte beachte jedoch, dass das Ändern der Standardeinstellungen für einen Inhaltstypen (Seite/ Beitrag) die Schemaeinstellungen für alle diese Inhalte ändert. Das kann dazu führen, dass dein Schema-Markup unvollständig ist oder keinen Sinn mehr ergibt. Ich empfehle dir deshalb, die Einstellungen für den Seitentyp oder den Artikeltyp so zu lassen wie sie sind. Du findest auf der Website von Yoast eine genaue Erklärung mit Schema Optionen für Seiten- und Artikeltypen.

4.4. Erweitert

Die Einstellung finde ich wiederum richtig klasse. Denn hier kannst du individuell nach Beitrag oder Seite entscheiden, ob die Seite bei Google indexiert werden soll oder nicht. Denk hier wieder an das limitierte Crawl Budget der Bots. Seiten wie Datenschutz oder Impressum sind wichtig, müssen aber nicht gecrawlt werden. Genauso Dankesseiten oder Seiten auf denen du ein Freebie anbietest. Die sollten auch nicht in der Google Suche auftauchen. Deshalb kannst du hier einstellen, dass der entsprechende Beitrag oder die entsprechende Seite an sich nicht indexiert werden soll.

Fazit

Du siehst, Yoast SEO allein ist nur ein Werkzeug und in erster Linie nicht verantwortlich für dein Google Ranking. Es hilft dir aber dabei, deine Inhalte zu überprüfen, ob deine Texte, Bildbeschreibungen, Überschriften usw. die relevanten Suchbegriffe (Keywords) enthalten, die Google deutlich machen, worum es auf der Seite oder im Blogbeitrag geht. Erst wenn das der Fall ist, wenn du die richtigen Suchbegriffe gefunden und eingebaut hast, wirst du bei Google für die richtigen Menschen in den Suchergebnissen sichtbar. Nutzt du Yoast? Welche Fragen hast du zum Thema Onpage-Optimierung und SEO? Schreib sie mir gern in die Kommentare!

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