3 Bausteine für einen Website Header, der deine Kund:innen überzeugt

Menschen geben deiner Website 5-7 Sekunden, um zu entscheiden, ob die Inhalte für sie relevant sind oder nicht. Der Beitrag zeigt dir, wie du den Header deiner Website gestalten solltest, um Menschen neugierig zu machen und sie einzuladen, sich dein Angebot näher anzusehen. Du lernst, welche 3 Elemente du brauchst, um Menschen auf deiner Website zu halten und worauf du bei der SEO Optimierung achten solltest.

Inhalt

  1. Das Nutzungsverhalten verstehen: Dein Website Header hat 5-7 Sekunden, um zu überzeugen
  2. Für deinen Website Header solltest du SEO von Anfang an mitdenken
  3. Baustein 1: Neugierde – Die Headline (mit Bespiel)
  4. Baustein 2: Der Mehrwert – Was bekommen Menschen bei dir? (mit Bespiel)
  5. Baustein 3: Der Call to Action – Zum Handeln animieren (mit Bespiel)
  6. Zusammenfassung

Das Nutzungsverhalten verstehen: Dein Website Header hat 5-7 Sekunden, um zu überzeugen

Wenn wir unsere Website gestalten, ist es wichtig, die Website immer durch die Augen der Kund:innen zu sehen, die dort zum ersten Mal landen.

Anstatt also dich und deine Produkte in den Vordergrund zu stellen oder mit einem inspirierenden Zitat zu starten, ist es wichtig zu entscheiden, welche Informationen ein Mensch wirklich braucht, der zum ersten Mal auf dein Unternehmen trifft und noch nie etwas davon gehört hat.

Der Grund dafür ist in den Bedürfnissen deiner Kund:innen verankert. Unbewusst oder wissentlich sind sie ständig auf der Suche nach Lösungen zu ihren Problemen. Und die wollen sie möglichst einfach, schnell und verständlich präsentiert vorfinden. Wenn es zu kompliziert oder versteckt ist, verlieren sie augenblicklich das Interesse und verschwinden wieder.

Studien zeigen, dass die Aufmerksamkeitsspanne bei ca. 5-7 Sekunden liegt. Dir bzw. deinem Website Header bleiben also magere 5-7 Sekunden, um Menschen Lust auf dein Angebot zu machen.

Schuld an dieser kurzen Aufmerksamkeitsspanne ist nicht etwa Bequemlichkeit oder Desinteresse, sondern die Überfrachtung an Informationen, die tagtäglich in Form von Werbung, Radio, Fernsehen, Plakatwerbung, Zeitungen oder Social Media auf uns einprasselt. 

Das Gehirn hat deshalb gelernt, alle Informationen auszublenden, die für uns unwichtig sind. Und unwichtig ist immer das, was unser Bedürfnis gerade nicht befriedigt. 

Stell dir das Gehirn beim Gewichtheben vor 

Immer wenn wir Informationen verarbeiten, verbrennt unser Gehirn Kalorien. Die brauchen wir neben dem Denksport aber auch für lebenserhaltende Maßnahmen wie atmen usw. Deshalb schiebt das Gehirn bei der Verarbeitung von Informationen einen Riegel vor, damit wir nicht durch zu viel Denken sterben.

Kein Scherz: Stell dir vor, wir würden jede Information ungefiltert verarbeiten, die auf uns einprasselt. Ein Besuch beim Bäcker würde dann vermutlich schon an der Schiebetür scheitern, weil wir uns darüber Gedanken machen, aus welchem Material sie gemacht ist und wie der Mechanismus wohl funktioniert. Unser Gehirn sortiert deshalb alles aus, was nicht direkt auf unsere Bedürfnisse einzahlt

Website Header erstellen wie das Gehirn Informationen verarbeitet Gehirn beim Gewichtheben Yvonne Homann

Deshalb kann es bei der Kommunikation mit Kunden hilfreich sein, sich das Hirn – als kleine Eselsbrücke – beim Gewichtheben vorzustellen. Je schwerer es ist, die Informationen zu verarbeiten, desto eher kann das Gehirn nicht mehr und bricht ab.

Unser Ziel ist es also, das Hirn nicht ins Schwitzen zu bringen und die relevanten Informationen direkt und ohne Gedöns zu liefern, um Interesse zu wecken.

Auf den ersten Blick sollen Menschen auf deiner Website verstehen:

  • was sie bei dir bekommen,
  • wie dein Angebot ihr Leben besser macht 
  • und was sie tun können, um es zu bekommen.

Für deinen Website Header solltest du SEO von Anfang an mitdenken

Ich erlebe es sehr oft, dass Unternehmen zuerst die Website samt Texten erstellen und die SEO Optimierung nachträglich irgendwie reinquetschen. Das ist meistens mit viel mehr Aufwand verbunden, weil die Texte nochmal umformuliert werden müssen. Außerdem schadet eine nachträgliche Optimierung, die mit größeren inhaltlichen Änderungen verbunden ist, dem Ranking deiner Website. Je nachdem wann die Optimierung erfolgt, hat Google vielleicht schon damit angefangen, deine Website zu indexieren und muss ab dem Zeitpunkt der Änderungen noch einmal von vorne anfangen.

Es ist also wichtig, dass du dir ab dem Zeitpunkt der Erstellung deiner Website Struktur bereits Gedanken um die SEO Recherche machst:

  1. Klarheit über dein Angebot und die Bedürfnisse deiner Kund:innen
  2. SEO Recherche nach Suchintention der Kund:innen
  3. Struktur (Wireframe) erstellen und Keywords zuweisen
  4. suchmaschinenoptimierte Erstellung der Texte und Inhalte

So erstellst du deinen Website Header direkt suchmaschinenoptimiert

Jede Website und ihre Unterseiten darf jeweils genau eine H1 haben, die ganz oben auf der Seite im Header Bereich ihren festen Platz hat. In der H1 und dem ersten Absatz darunter muss dein sogenanntes Fokus Keyword vorkommen. So weiß Google, worum es auf deiner Website geht. Achte darauf, dass du das Keyword nicht zu häufig verwendest. Das wird laut Google Webmaster Richtlinien als Spam eingestuft und schadet deiner Sichtbarkeit in den Google Suchergebnissen.

Baustein 1: Neugierde – Die Headline

Deine Website agiert in der ersten von drei Phasen, die Menschen durchlaufen, bevor sie unsere Kund:innen werden. Phase 1 ist die Neugierde, Phase 2 das Verständnis über das Angebot und Phase 3 die Kaufentscheidung. Selbst wenn du bereits Kund:innen hast und Menschen auch über Empfehlungen zu dir finden, sollte deine Website immer darauf ausgelegt sein, völlig Fremde von dir zu überzeugen. Dein Website Header hat also den Job, Menschen, die dich noch nicht kennen, neugierig zu machen. Und das funktioniert am besten über eine Überschrift, die ihre Aufmerksamkeit weckt.

3 Phasen der Kaufentscheidung Website Header erstellen Yvonne Homann

Beachte dabei, dass Menschen deine Inhalte nicht Wort für Wort lesen. Sie überfliegen (skimmen) den Inhalt deiner Seite in einer F- oder Z-ähnlichen Bewegung. Stell dir die H1 deiner Website wie die Schlagzeile einer Zeitschrift vor: Wir lesen nur dann weiter, wenn der Titel bereits etwas Interessantes verspricht.

Deine H1 Überschrift sollte deshalb nicht:

  • einfach nur deine Dienstleistung beschreiben
  • aus einem schmalzigen Zitat bestehen
  • super frech und sexy klingen, ohne dass man weiß, worum es geht.

Sieh dir einmal den folgenden Website Header an (Website und Unternehmen sind frei erfunden): In der Desktop Version genauso wie in der mobilen Version wüsste ich als Websitebesucherin auf den ersten Blick nicht worum es geht und ob ich hier nicht auf einem privaten Blog gelandet bin. Die Information, die ich erhalte ist: Marie liebt Hunde.

Website Header erstellen schlechtes Beispiel Yvonne Homann

Websitebesucher:innen ist auf den ersten Blick nicht klar, was sie hier bekommen, wie das Angebot ihr Leben besser macht und was sie tun können, um das Angebot zu bekommen. Marie verschenkt in diesem Moment wertvolles Potenzial, die Aufmerksamkeit ihrer potenziellen Kund:innen zu wecken.

Lass uns deshalb einmal schauen, was passiert, wenn wir Maries Website Header umgestalten und die H1 Überschrift nicht nur das für Marie relevante Keyword enthält, sondern auch

  • auf das Bedürfnis deiner idealen Kund:innen einzahlt.
  • ein Versprechen auf den Mehrwert ihres Angebots gibt.
  • der Formulierung ihrer Kund:innen ähnlich ist.
Website Header erstellen gutes Beispiel Yvonne Homann

Websitebesucher:innen, die Marie noch nicht kennen, verstehen auf den ersten Blick, dass Marie eine Hundepension besitzt und dass ihr geliebter Hund sich in dieser Pension wie zuhause fühlt. Die meisten Hundebesitzer:innen, die ihre Vierbeiner in einer Hundepension abgeben, plagt ein schlechtes Gewissen. Maries H1 Überschrift tut also nicht nur etwas für ihr SEO-Ranking (Fokus Keyword Hundepension). Sie zahlt auch auf das Bedürfnis ihrer Kund:innen ein, dass die Hunde sich bei ihr wohlfühlen.

Baustein 2: Der Mehrwert – Was bekommen Menschen bei dir?

Wenn deine Headline es geschafft hat, die Neugierde deiner Kund:innen zu wecken, geht es darum, ihnen in wenigen Worten zu erklären was du anbietest und wie das Ganze ihr Leben besser macht. Mit 3-4 aussagekräftigen Sätzen erklärst du Websitebesucher:innen also noch einmal, wie du das Versprechen deiner Headline halten kannst und was dein Mehrwert ist. Achte darauf, in diesem ersten Absatz auch noch einmal das Fokus Keyword zu platzieren, damit Google weiß, worum es geht.

Die Textmenge sollte so gering wie möglich ausfallen. Als Faustregel kannst du dir merken, dass der Inhalt deines Website Headers auf dem Smartphone ohne viel Scrollen erfasst werden sollte. Überlege dir deshalb ganz genau, welche Informationen für völlig Fremde in diesem Moment wirklich relevant sind. Formuliere so verständlich wie möglich in kurzen Sätzen worum es geht.

Marie schreibt:

In unserer Hundepension erstellen wir gemeinsam mit dir einen individuellen Betreuungsplan, damit es deinem Liebling an nichts fehlt.

Websitebesucher:innen wissen hier direkt worum es geht:

  • Marie verwendet das Fokus Keyword Hundepension
  • ihr Mehrwert ist ein individueller Betreuungsplan
  • sie verwendet die Sprache ihrer Kund:innen und sagt, dass es „deinem Liebling“ an nichts fehlt.

Hätte sie geschrieben „damit es deinem Hund an nichts fehlt“, wäre die Information natürlich genauso angekommen. Aber auch hier hat sich Marie wieder auf das Bedürfnis bzw. das Gefühl ihrer Kund:innen konzentriert. Hundebesitzer:innen sprechen häufiger von Liebling oder sogar „Baby“ wenn es um ihre Tiere geht und nicht von „Hund“. Durch diese Details verschafft sich Marie einen Vertrauensvorschuss, weil potenzielle Kund:innen merken, dass ihre Vierbeiner bei Marie wirklich gut aufgehoben sind. Auch dass Marie ein individuelles Betreuungskonzept erstellt, hebt sie von anderen Pensionen ab. Selbst wenn Marie noch viel mehr zu bieten hat, ist das die wichtigste Information, die ihren Mehrwert klar hervorhebt. Hundebesitzer:innen, die nur das Beste für ihre Tiere wollen, entscheiden sich eher für eine Pension, die sich individuell auf ihren Vierbeiner einstellt. Das, was Marie nicht sagt, aber suggeriert ist: „Ihr könnt sorglos verreisen, ich kümmere mich gut um den Hund.“

Baustein 3: Der Call to Action – Zum Handeln animieren

Wenn deine Websitebesucher:innen neugierig sind und verstanden haben, was du anbietest, brauchen sie eine Handlungsaufforderung – einen sogenannten Call to Action (CTA) –, der sie einlädt, weiter auf der Seite zu bleiben. Der CTA sollte darauf einzahlen, die Neugierde aufrecht zu erhalten. Natürlich sind die Handlungsaufforderungen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Bei einem Restaurant wäre es beispielsweise die Speisekarte oder die Option zu reservieren. Bei einem Onlineshop kann es die Aufforderung sein, zu stöbern. Bei Coaches und Dienstleistern kann es die Aufforderung sein, sich die Leistungsübersicht anzusehen, ein Kennenlerngespräch zu buchen oder sich für ein Opt-In-Offer zu entscheiden. Mit einem Opt-In-Offer sind Mini Kurse, E-Mail Serien, Webinare oder Arbeitsmaterial gemeint, das sie im Tausch gegen ihre E-Mail Adresse erhalten. (Seit Januar 2022 dürfen die Begriffe Freebie, kostenlos oder gratis nicht mehr verwendet werden, da der Bundestag ein Gesetz erlassen hat, in dem beispielsweise die E-Mail Adresse wie eine Währung gehandhabt wird. Eine Leistung im Tausch gegen eine E-Mail Adresse herauszugeben ist also nicht mehr gratis bzw. kostenlos.)

Wenn du dich für ein Opt-In-Offer entscheidest, um deine E-Mail Liste aufzubauen, achte darauf, dass du Formulierungen wie Freebie, kostenlos oder gratis vermeidest. Verwende stattdessen Formulierungen wie „Angebote für 0 Euro“ oder eine Handlungsaufforderung wie „Sichere dir XY für 0 Euro“ und „für 0 Euro herunterladen“.

Am Beispiel von Marie lohnt sich ein virtueller Rundgang als CTA noch VOR einem Kennenlerngespräch. Hundebesitzer:innen werden so nicht nur animiert, länger auf der Website zu bleiben. Der virtuelle Rundgang dient ebenfalls dazu, sich vorab schon einmal ein Bild zu machen, wo der geliebte Vierbeiner landen wird. Marie erhöht durch den virtuellen Rundgang ihre Verweildauer und kann gleichzeitig noch mehr Vertrauen aufbauen. Am Ende des Rundgangs kann dann die Einladung zu einem Kennenlerngespräch, digital oder vor Ort platziert werden.

Du kannst davon ausgehen, dass deine potenziellen Kund:innen sich immer ein wenig „lost“ fühlen, wenn sie im Internet nach Lösungen suchen. Indem du ihnen einen roten Faden mit klaren Schritten und Handlungsaufforderungen gibst, leitest du sie mühelos bis zu ihrer Kaufentscheidung – und das ganz ohne Druck.

In meinem Beitrag So kannst du (als Anfänger:in) deine Website Struktur planen zeige ich dir, wie du über den Website Header hinaus diesen roten Faden ganz einfach spannen kannst. Die Bedürfnisse deiner Kund:innen stehen dabei immer im Fokus.

Und wenn du dich dafür interessierst, wie du kostenlos eine SEO Recherche zu den Bedürfnissen deiner idealen Kund:innen machen kannst, dann wirf einen Blick in meinen Beitrag Mit diesen 3 SEO Tools kannst du kostenlos die besten Keywords finden.

Zusammenfassung

Dein Website Header ist das erste, was Menschen sehen, wenn sie auf deine Website kommen. Er sollte deshalb alle relevanten Informationen enthalten, die Menschen brauchen, um neugierig auf dein Angebot zu werden. Dein Website Header sollte Menschen zeigen, was sie bei dir bekommen, wie es ihr Leben besser macht und was sie als nächstes tun können. Die Überschrift und der Text deines Headers sollten immer auf die Bedürfnisse deiner Kund:innen einzahlen und das für Google relevante Keyword enthalten. Betrachte den Header am besten wie die Schlagzeile einer Zeitschrift. Nur mit den wirklich relevanten Informationen haben Menschen Lust, überhaupt weiterzulesen.

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